Der fotografische Blick
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Der fotografische Blick

Jeder, der in seinem Beruf, oder in seiner Berufung, erfolgreich sein möchte, benötigt so etwas wie Talent als Grundvoraussetzung. Das ist in der Fotografie nicht anders. Doch hier kommt es auch darauf anzusehen. Das klingt jetzt etwas seltsam, doch um gute Fotos schießen zu können, benötigt man ein spezielles Auge. Diese Fähigkeit wird auch gerne der fotografische Blick genannt. Wer nicht darüber verfügt, kann zumindest versuchen sein Sehen und sein Auge zu schulen und sich diese Fähigkeit anhand von Techniken anzueignen. Warum das so wichtig ist, kann man mit einer anderen visuellen Wahrnehmung der Wirklichkeit erklären. Gute Fotografen sehen die Welt um sich herum einfach anders.

Richtig sehen können

Der Kamerahersteller Leica hat es vor Jahren schon auf den Punkt gebracht. In einem Werbespruch stellte man sdort o schön fest, dass: „Wer sehen kann, kann auch fotografieren. Sehen lernen kann allerdings dauern“. Eine Kamera richtig einzustellen ist schnell erlernt, doch das richtige Sehen lernen, das eine Grundvoraussetzung für gute Fotos ist, kann Jahre dauern. Kameras sind schließlich nichts anderes als ein Werkzeug. Doch der Umgang mit diesem Werkzeug alleine macht noch keinen guten Fotografen aus.  Dazu ist ein geschulter Blick nötig. Erst dieser spezielle Blick macht aus langweiligen Fotos fesselnde Aufnahmen. Die Umgebung bietet schließlich jede Menge Details, die richtig in Szene gesetzt werden wollen. Diese muss man sprichwörtlich sehen, um sie spannend fotografieren zu können. Dazu ist es notwendig die Welt in Ruhe und bewusst in sich aufzunehmen. Wer ein außergewöhnliches Bild komponieren möchte, muss sich Zeit nehmen.

Weniger Technik hilft zu Beginn

Die moderne Kameratechnik scheint dem Fotografen viel Arbeit abzunehmen. Ob das allerdings immer gut ist, bleibt fraglich. Schließlich ist es zu wenig einfach an ein Motiv heranzuzoomen. Besser wäre es oft einfach den Standort zu wechseln und einen neuen Blickwinkel zu finden, bzw. auszuprobieren. Ein Motiv einfach in die Mitte eines Bildes zu setzen ist langweilig und fesselt den Betrachter keineswegs. Da genügt es nicht, dass das Licht stimmt und das Foto scharf ist. Wer seinen Blick auf die Umgebung trainieren und schärfen möchte, sollte daher zunächst ein Objektiv mit einer Festbrennweite verwenden. Wenn man längere Zeit damit fotografiert, muss man sich gezwungenermaßen länger und intensiver mit seinen Motiven beschäftigen und lernt schnell neuen Blickwinkel.

Weniger Technik hilft zu Beginn
Weniger Technik hilft zu Beginn

So wird man aktiver und vertraut nicht nur mehr ausschließlich der Technik, die dem Fotografen scheinbar alle Arbeit abnimmt. Ein weiterer Trick, das eigene Auge zu schulen, ist es einige Wochen nur in schwarz-weiß zu fotografieren. So lernt das Auge Formen und Kontraste wahrzunehmen und der Fotograf bekommt ein Gefühl für seine Umgebung. Die einfachste Form seine Welt intensiver zu erleben, liegt bei jedem angehenden Fotografen selbst. Auch hier heißt das Zauberwort wieder Zeit. Wer bewusst durch seine nähere Umgebung geht und versucht alle Details von Menschen, Landschaften und Formen in sich aufzusaugen, erlernt, wie man als Fotograf an die Motivsuche herangeht. Es gibt so viel zu entdecken, doch dafür ist Aufmerksamkeit und Genauigkeit notwendig. Mit diesen Tipps wird jeder Foto-Liebhaber zukünftig verstärkt auf jene Details achten, die aus einem Foto erst ein gutes Foto machen.